Motivation & Leistung

Motivation durch Aufgaben

Eine optimale Aufgabengestaltung hat ein grosses Motivationspotenzial. Die Lernenden sind motiviert, weil die Aufgabe interessant ist, abwechslungsreich, Verantwortung übernommen werden kann, Selbständigkeit gefragt ist, man etwas lernen kann usw. Sie sind intrinsisch motiviert.

Folgende Gestaltungskriterien erzeugen intrinsische Motivation:

Anforderungsvielfalt
Die Aufgabe sollte nicht nur eine einzelne bzw. wenige Fähigkeiten der Lernenden beanspruchen, sondern möglichst viele motorische, intellektuelle und soziale Fähigkeiten.
Ganzheitlichkeit der Aufgabe
Gemeint ist damit der Grad, in dem eine zusammenhängendes Produkt oder eine vollständige Dienstleistung fertig gestellt wird. Das Gegenteil veranschaulichen einfache Tätigkeiten, in denen nur reduzierte Teilaufgaben ausgeführt werden.
Bedeutsamkeit der Aufgabe    

Wer erkennt, wie seine eigene Tätigkeit den Kunden nützt, wie sie mit den Aufgaben seiner Kollegen, aber auch mit der Arbeit anderer Abteilungen zusammenhängt, der wird seinen Beitrag zu den Zielen des Unternehmens verstehen und damit die Bedeutung seiner Arbeit erkennen.
Autonomie    

Autonomie meint, die Lernenden können eigenverantwortlich die Mittel ihrer Arbeit wählen und Teilziele selbständig festlegten. Dadurch erleben sie, dass sie nicht einfluss- und bedeutungslos sind. Das wiederum stärkt ihr Selbstwertgefühl und erhöht die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung.

Rückmeldung aus der Tätigkeit    

Rückmeldung ermöglicht den Lernenden, selbständig Fehlentwicklungen zu korrigieren und sie wissen immer, wie sie auf dem Weg zum Ziel liegen. Ist diese Rückmeldung aus der Aufgabe heraus nicht möglich, ist ein angemessenes Feedback von den Berufsbildner/innen umso wichtiger.

Weiter beachten können Sie:

  • Schaffen Sie für die Lernenden Möglichkeiten zu sozialen Interaktionen
  • Auch wenn die Gestaltungskriterien nicht immer zu 100% zu erfüllen sind – optimieren Sie, kreative Ideen für die Aufgabengestaltung sind gefragt.
  • Achtung, überfordern Sie die Lernenden auch nicht (z.B. zu viel Ganzheitlichkeit oder Autonomie) – es muss dem Reifegrad und Entwicklungstand des/der einzelnen Lernenden zugeschnitten sein (Jugendalter/Stress)
  • Folgern Sie bei Widerstand und Zögern seitens Lernenden nicht zu schnell: «Der/die will ja gar keine Autonomie, keine Verantwortung, keine unterschiedlichen Aufgaben usw.»! Es kann sein, dass Ängste, Befürchtungen, mangelndes Selbstvertrauen o.ä. dahinter stecken.
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