Führung von Lernenden

Gesundheitsförderliche Selbststeuerung

Das Thema gesundheitsförderliche Selbststeuerung ist aus zweierlei Hinsicht relevant.

  • Zum einen können nur gesunde Berufsbildende ihre anspruchsvolle Aufgabe angemessen bewältigen.
  • Zum anderen gelten die damit verbundenen Fragen genauso für die Lernenden selber, auch sie müssen lernen ihrer Gesundheit selber Sorge zu tragen.

Beim Thema gesundheitsförderliche Selbststeuerung geht es um den Umgang mit der eigenen Gesundheit, mit Stress bzw. Belastungen und mit persönlichen Ressourcen. Folgende vier Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle (vgl. Franke und Felfe, 2011):

  1. Aufmerksamkeit, Bewusstheit

    • Erkennen Sie (bei sich oder Lernenden) gesundheitliche Warnsignale?
    • Merken Sie wenn Sie sich überfordern bzw. wenn die Lernenden überfordert sind?

  2. Wichtigkeit

    • Welche Priorität hat Gesundheit bei der Arbeit für Sie? Finden Sie, dass der Umgang mit diesem Thema für Ihre Arbeit relevant ist?
    • Berücksichtigen sie bei Entscheiden ob sie gesundheitsrelevant sein könnten?
    • Ist es ihnen wichtig Belastungen im Auge zu behalten?

  3. Wirksamkeit

    • Glauben Sie, dass sie etwas dagegen tun können, wenn sie extrem viel um die Ohren haben? Denken sie, dass sie erfolgreich etwas daran ändern können?
    • Wissen Sie, wie sich erholen können nach sehr arbeitsintensiven Phasen?

  4. Handlungsorientierung

    • Gehen sie aktiv mit Belastungen um, indem sie ihre Arbeitsweise anpassen?
    • Versuchen sie aktiv die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu optimieren?

Diese vier Aspekte sind auch für die Lernenden wichtig. Gerade Berufsunerfahrene müssen ja zunächst lernen, wie sie z.B. mit Belastungen und Stress umgehen können. 

Selbststeuerung als Basis für die Vorbildfunktion der Berufsbildner/innen

Auch wenn sie nicht bewusst in einer Führungssituation sind, wird das Verhalten der Berufsbildner/innen beobachtet. Beispiele dazu mit Relevanz für die Gesundheitsförderung sind:

  • Macht die Berufsbildner/in regelmässig Pause?
  • Nimmt sie ihre Ferien oder nicht?
  • Macht sie oder er regelmässig Überstunden?
  • Wie geht er oder sie mit belastenden Kundenkontakten um?
  • Wie geht er oder sie mit Zeitdruck um?
  • Wie verhält er oder sie sich in «stressigen» Situationen?
  • Hält er oder sie Vorschriften der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes ein?

Diese «Art» Führung geschieht also dauernd. Berufsbildner/innen kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige «Vorbild»-Funktion zu, dies gilt in besonderem Masse auch für ihr gesundheitsförderndes bzw. -schädigendes Verhalten.

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